Berufebilder by Simone Janson

Journalist, Bestseller-Autor, Experte für neues Arbeiten am Institut für Kommunikation in sozialen Medien, Gründer von Berufebilder.de.

Simone Janson

Von: Simone Janson
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Master, Aufbaustudium, Zweitstudium

Neue Reihe:
Aufbaustudium

Weiterbildung ist “in”. Denn lebenslanges lernen wird immer wichtiger. Eine Möglichkeit, sich weiter zu bilden: Aufbaustudiengänge. Sie helfen Berufstätigen, sich neue Karrierepersepktiven zu eröffnen und Absolventen die Einstigeschancen direkt nach dem Studium zu verbessern. Sie haben nur einen Nachteil: Sie kosten Zeit und Geld. Außerdem sind gewisse Punkte bei der Krankenversicherung zu beachten. Daher stellt sich Interessierten fast immer die gleiche Frage: Wie finde ich das passende Aufbaustudium, das mich auch beruflich weiterbringt? Und: Was kostet es und wie finanziere ich das? Um diese Fragen zu beantworten, habe ich mich entschlossen, hier im Blog eine kleine Reihe zum Thema Aufbaustudium zu starten, der sich auch ausführlich mit der Finanzierung auseinandersetzt. Die Beiträge werden hier in losen Abstände veröffentlicht.

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Master, Aufbaustudium, Zweitstudium

Definition:
Was ist ein Aufbaustudium eigentlich?

Fangen wir mal bei 0 an – bei der Definition. Ein Aufbaustudium ist im Prinzip nichts anderes als eine berufliche Weiterbildung. Es baut auf im Studium oder im Beruf erworbenen Kenntnissen auf und vertieft diese meist in eine spezielle Richtung. Sie können einen Aufbaustudiengang sowohl an einer staatlichen Hochschule als auch an einer privaten Institution absolvieren. Traditionell sind Aufbaustudiengänge Vollzeitprogramme mit Anwesenheitspflicht wie bei einem normalen Studium. Diese sind in der Regel nach einem bis vier Semestern abgeschlossen.

Es werden jedoch immer mehr Teilzeitangebote angeboten, bei denen Sie während der Arbeit berufsbegleitend in Teilzeit Ihr Studium absolvieren können. Das ist zwar bequem und praktisch, dauert aber auch deutlich länger – einige MBA-Abschlüsse in Teilzeit lassen sich beispielsweise erst nach acht Jahren erwerben. Berufsbegleitende Studiengänge können abends und am Wochenende oder als Fernstudium absolviert werden. Letzteres ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein Umzug nicht möglich ist, der gewünschte Studiengang aber nicht vor Ort angeboten wird.

Immer mehr Programme sind modular aufgebaut, so dass entweder der ganze Studiengang oder aber nur Teilbereiche absolviert werden können. Letzteres ist besonders für all diejenigen interessant, die bereits Vorkenntnisse, etwa aus einer früheren Ausbildung oder einem Job mitbringen.

Außerdem lassen sich drei Arten von Aufbaustudiengängen unterscheiden:

  • Konsekutive Studiengänge sind in der Regel Bachelor- und daran anschließende Masterstudiengänge. Sie bauen nach den Vorgaben der Studien- bzw. Prüfungsordnung inhaltlich aufeinander auf. In der Regel werden zum Bachelor drei und zum Master zwei Jahre benötigt, mancherorts findet sich aber auch das Modell vier plus eins. Entscheidend ist, dass diese Studiengänge den Gesamtrahmen von fünf Jahren Regelstudienzeit bis zum Masterabschluss nicht überschreiten. Der Masterstudiengang kann den Bachelorstudiengang fachlich fortführen und vertiefen oder – soweit der fachliche Zusammenhang gewahrt bleibt – fachübergreifend erweitern und bereitet gleichzeitig auf die Berufstätigkeit vor. Bachelor- und Masterstudiengänge können an verschiedenen Hochschulen auch an unterschiedlichen Hochschularten und auch mit Phasen der Berufstätigkeit zwischen dem ersten und zweiten Abschluss konsekutiv studiert werden. In der Regel setzt ein konsekutiver Studiengang einen Abschluss in einem einschlägigen Fach voraus.
  • Nicht-konsekutive Aufbaustudiengänge bauen inhaltlich nicht auf dem vorangegangenen Studiengang auf. Zugangsvoraussetzung ist aber in der Regel ein abgeschlossenes Hochschulstudium.
  • Weiterbildende Aufbaustudiengänge setzen einen Hochschulabschluss und daran anschließend qualifizierte berufspraktische Erfahrung von nicht weniger als einem Jahr voraus. Die Inhalte des weiterbildenden Aufbaustudiums sollen die beruflichen Erfahrungen berücksichtigen und an diese anknüpfen. Der Zusammenhang zwischen Beruf und Studiengang muss in der Prüfungs- bzw. Studienordnung festgelegt sein. Die Grenzen zur beruflichen Weiterbildung sind hier fließend.
Simone Janson

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Master, Aufbaustudium, Zweitstudium

Master of Business Administration:
Was ist ein MBA?

Ein besonders bekanntes Aufbaustudium ist der Master of Business Administration (MBA). Im Prinzip verbirgt sich dahinter nichts weiter als der klassische angelsächsische Master-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre: Denn wirtschaftswissenschaftliche Qualifikationen und Managementkenntnisse sind aus allen Bereichen des Arbeitslebens nicht mehr wegzudenken. Kein anderes Aufbaustudium genießt eine so hohe Reputation:

Eine weltweite Untersuchung des Graduate Management Admission Council unter 6.223 MBA-Studenten aus 107 Staaten ergab, dass 77 % von ihnen vom MBA eine Verbesserung ihrer Karrierechancen erwarten. Der gute Ruf ist in Zeiten der Globalisierung ein ebenso großer Vorteil wie die hier vermittelten Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz.

Er qualifiziert für anspruchsvolle Tätigkeiten und erhöht dank seiner generalistischen Ausrichtung die Flexibilität, zwischen einzelnen Firmen, Tätigkeitsfeldern und Branchen zu wechseln. Von Vorteil ist schließlich auch ein internationales Kontaktnetz, dessen Nutzen desto größer ist, je renommierter und erfolgreicher die Absolventen sind. Allerdings ist der MBA heute kein Garant mehr für eine Spitzenposition mit entsprechendem Gehalt. Die Gründe dafür sind vor allem im inflationären Anwachsen teilweise dubioser Programme sowie in den Inhalten, die nicht immer den Qualitätsansprüchen genügen, zu suchen. Daher misstrauen viele Unternehmen mittlerweile dem Abschluss.

Absolventen von Zwei-Jahres-Programmen erhalten nach einer Umfrage der britischen Akkreditierungseinrichtung AMBA die höchsten Gehälter, gefolgt von Absolventen eines einjährigen Vollzeitstudiums. Leichte Abstriche beim Gehalt müssen dagegen Teilzeitstudenten in Kauf nehmen. Das Schlusslicht bildeten die Absolventen von Fernstudien-MBA-Programmen. Das Gehalt von Absolventen führender Business Schools in Europa liegt derzeit zwischen 95.000 und 145.000 US-Dollar. Die höchsten Gehälter zahlt der Finanzdienstleistungsbereich, gefolgt von der Unternehmensberatung, der Computer-Industrie und der Industrie. Das jährliche Durchschnittsgehalt von Absolventen amerikanischer Top Schools liegt leicht über dem europäischen Niveau. Das alljährliche MBA-Ranking der Financial Times gibt Auskunft darüber, wie viele Studenten jeder getesteten Schule nach drei Monaten eine Anstellung gefunden hatten.

Wer einen MBA machen möchte, benötigt in der Regel ein abgeschlossenes Studium gleich welcher Fachrichtung. Der Fächerkanon eines MBA-Programms deckt normalerweise alle Aufgabengebiete ab, die für eine Managementposition von Bedeutung sind. Dazu gehören Mikro- und Makroökonomie, Finanzwirtschaft, Rechnungswesen, Marketing, Produktion, Logistik und Personalwirtschaft. Daneben werden Managementtechniken, Statistik, Mathematik oder Entscheidungstheorie gelehrt, aber auch integrative Kurse wie Projektmanagement oder Kommunikation stehen auf dem Lehrplan. Neben diesen Pflichtkursen können die Studenten zwischen verschiedenen Spezialisierungskursen (Electives) wählen, in die häufig aktuelle Entwicklungen einfließen, die spezielle Themen oder bestimmte Wirtschaftsregionen und Branchen behandeln. Dabei werden Praxisbezug und Interaktivität groß geschrieben.

Gerade bei den angeseheneren Programmen sind jedoch die Anforderungen an die Bewerber hoch, eine Absagequote von 50 % ist die Regel. Zugangsvoraussetzungen sind eine optimale Präsentation der Bewerbung, sehr gute akademische Leistungen sowie die persönliche Eignung des Interessenten. Darüber hinaus wird besonderer Wert auf Berufserfahrung gelegt, einige Executive-MBA-Programme setzen sogar langjährige Führungserfahrung voraus. Doch gibt es auch MBA-Angebote, die sich vor allem an Hochschulabsolventen wenden (Junior-MBA-Programme). In Ausnahmefällen können Defizite bei der akademischen Vorbildung durch eine besonders qualifizierte Berufserfahrung kompensiert werden oder umgekehrt hervorragende Studienleistungen mangelnde Berufserfahrung ausgleichen, zumal dann, wenn der Bewerber bereits eine Lehre absolviert oder unternehmensbezogene Projekte und Praktika durchgeführt hat. Wichtige Zugangsvoraussetzungen sind aber auch gute Ergebnisse bei GMAT und beim TOEFL-Test, da MBA-Programme in der Regel in englischer Sprache stattfinden.

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Master, Aufbaustudium, Zweitstudium

Aufbaustudium:
Sinnvoll oder nicht?

Bei den hohen Kosten fragen Sie sich möglicherweise, ob ein Aufbaustudiengang überhaupt sinnvoll ist. Die Antwort ist: Ja, wenn er Ihnen genau das gibt, was Sie brauchen. Denn: Ein Aufbaustudium kann konkretes Wissen vermitteln, das direkt im Berufsalltag zur Anwendung kommt. Aber: Noch bevor es an die Auswahl des Aufbaustudiengangs geht, sollten Sie sich genau überlegen, aus welchen Gründen Sie ein Aufbaustudium anstreben. So sollte überlegt werden, wie die persönliche Karriereplanung aussieht und ob ein Aufbaustudium tatsächlich das geeignete und beste Instrument ist, um das persönliche Ziel zu erreichen und sich fehlende Kompetenzen anzueignen.

Denn: Ob ein Aufbaustudiengang auf dem Arbeitsmarkt tatsächlich etwas bringt, hängt letztendlich vor allem von den individuellen Berufszielen ab. Wer in Deutschland arbeiten und dafür seine Fähigkeiten und Kompetenzen erweitern möchte, jedoch auf den (internationalen) Namen seines Abschlusses wenig Wert legt, sollte sich auch innerhalb Deutschlands nach einem Aufbaustudiengang umsehen – das ist in der Regel billiger, als im Ausland zu studieren. Wer dagegen bei einem international operierenden Unternehmen in Europa seine Karriere starten möchte, der ist mit einem Studienangebot einer renommierten Hochschule in Europa gut beraten.

Studienangebote in den USA sind hingegen vor allem auf eine berufliche Tätigkeit vor Ort ausgerichtet. Dennoch haben gerade die US-Hochschulen aufgrund ihrer langen Tradition sowie ihrer weitreichenden Alumni-Netzwerke weltweit einen sehr guten Ruf, der auch bei europäischen Unternehmen von Vorteil ist. Denn: In vielen Bereichen der Privatwirtschaft ist keine formale Anerkennung eines amerikanischen Abschlusses erforderlich. Er muss nur einem potenziellen Arbeitgeber gefallen bzw. dieser entscheidet, ob die Ausbildung den Anforderungen der betreffenden Arbeitsstelle entspricht. Wer ein Aufbaustudium plant, sollte sich daher vorab in der betreffenden Branche erkundigen, wie der angestrebte Abschluss auf dem Arbeitsmarkt aufgenommen wird. Berufsverbände können hier weiterhelfen.

Darüber hinaus sollten Sie sich genau über Formen, Inhalte und Zugangsvoraussetzungen wie Fremdsprachen oder Berufserfahrung, aber auch über Studienorte im Ausland informieren. Aber auch mögliche Konsequenzen sollten bedacht werden, beispielsweise ob die Bereitschaft, Beeinträchtigung des Privatlebens in Kauf zu nehmen, vorhanden ist oder ob die Finanzierung geklärt ist.

Das gilt um so mehr, wenn Sie planen, das Aufbaustudium im Ausland zu absolvieren: Denn auch das ist mittlerweile sehr gut möglich, weil die Anerkennung von Studienabschlüssen international immer einfacher wird. Doch auch wenn die europäischen Hochschulabschlüsse einander mehr und mehr angeglichen werden, sollten Sie besonders darauf achten, dass die Abschlüsse auf dem hiesigen Arbeitsmarkt auch anerkannt werden. Denn noch werden beispielsweise auch in Deutschland zahlreiche Aufbaustudiengänge mit Diplom oder Hochschulzertifikat angeboten. Letzteres ist nichts anderes als ein hochschulinterner Abschluss, dessen Anerkennung auch auf dem Deutschen Arbeitsmarkt nicht immer gewährleistet ist, da solche Zertifikate häufig nur bei Arbeitgebern vor Ort bekannt sind. Besser ist es hingegen, einen Studiengang mit Diplom oder – im Hinblick auf die Anerkennung auch im Ausland – Master zu wählen. Denn der auch international anerkannte, aus dem angelsächsischen kommende Master, der in der Regel ein Akkreditierungsverfahren durchlaufen hat, bietet die Chance auf eine breite Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt. Doch nicht alle Masterstudiengänge sind akkreditiert und mancherorts werden statt neuer Lehrmethoden und Inhalte einfach alte Studienpläne recycelt. Daher sollte bei der Auswahl genau hingeschaut werden (mehr dazu im Kurs So finden Sie das passende Aufbaustudium). Eine Übersicht über die Vergleichbarkeit internationaler Studiengänge gibt die Datenbank www.anabin.de

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Master, Aufbaustudium, Zweitstudium

Aufbaustudium:
So finden Sie den passenden Master

Tatsächlich gleicht die Suche nach einem geeigneten Aufbaustudiengang der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Denn immer mehr Hochschulen bieten interessant klingende Aufbaustudiengänge für spezialisierte Berufsbereiche an.

Bei der Entscheidung, ob und welchen Aufbaustudiengang man absolvieren soll, helfen einem letztlich nur die eigenen, persönlichen Vorgaben. Wer in einem bestimmten Berufszweig arbeiten will, für den kann ein entsprechendes Aufbaustudium die Eintrittskarte in den Traumjob sein. Dabei sollten die Angebote aber ganz genau miteinander verglichen werden. Einige Studiengänge verlangen hohe Gebühren und es sollte überlegt werden, ob die Kosten das Ergebnis wert sind. Darüber hinaus sollten die Inhalte weitaus stärker als beim Erststudium auf das zukünftige Berufsfeld ausgerichtet sein. Zu achten ist außerdem darauf, dass der Abschluss nicht nur regional anerkannt wird, sondern im günstigsten Fall international, damit er auch die Möglichkeit eröffnet, im Ausland zu arbeiten.

Da das Angebot an Aufbaustudiengängen sehr unübersichtlich ist – allein in Deutschland gibt es einige hundert Programme, die zum MBA führen – sollten sich Interessenten einen ersten Überblick im Internet verschaffen.

Die drei wichtigsten Datenbanken für Aufbaustudiengänge trennen leider nicht zwischen weiterbildenden, nicht-konsekutiven und konsekutiven Aufbaustudiengängen. Die Aufbaustudiengänge sind viel mehr nach dem Abschluss sortiert. Das bedeutet: Wer etwa im Hochschulkompass “Geschichte” eingibt, findet alle Aufbaustudiengänge mit historischem Inhalt, jedoch nicht alle Aufbaustudiengänge, die für Historiker sinnvoll und möglich sind. Daher sollte jeder Geisteswissenschaftler, der sich einen Überblick über alle Möglichkeiten verschaffen will, auch daran denken, dass für ihn auch wirtschaftswissenschaftliche weiterbildende Aufbaustudiengänge in Frage kommen. Leider hat er dann keine andere Wahl, als sich durch die vielen Studienangebote durchzuklicken und dabei auf die Voraussetzungen zu achten. Denn: konsekutive Studiengänge im Bereich Recht, Wirtschaft oder Naturwissenschaften kommen für einen Geisteswissenschaftler natürlich nicht in Frage, da sie ein abgeschlossenes Studium in diesen Bereichen voraussetzen.

Die Datenbank Studienwahl unterscheidet noch nicht einmal zwischen grundständigen und aufbauenden Studiengängen und enthält nur konsekutive Angebote. Allerdings ist ein Auswahl des Abschlusses, also etwa Master, möglich, zudem kann man zwischen studienbegleitenden, Teilzeit- und Vollzeit-Angeboten, Fernangeboten sowie verschieden Hochschularten wählen. Wer also vor allem eine praktikable Lösung sucht, wie er ein Aufbaustudiengang mit einem Job unter einen Hut bekommt oder wer ortsgebunden ist und sich über diese eingeschränkten Möglichkeiten informieren will, der sollte hier suchen.

KURS, die größte deutsche Weiterbildungsdatenbank beinhaltet neben Aufbaustudiengängen auch zahlreiche berufliche Weiterbildungen. Das bietet den Vorteil, einen guten Überblick zu bekommen und so eine Auswahl zu treffen. Leider nimmt Kurs seit Juli 2005 nur noch Angebote auf, die ein spezielles Zertifikat erhalten haben und dadurch für die Bundesagentur für Arbeit förderungswürdig sind. Die Datenbank bietet als kein umfassendes Bild der deutschen Weiterbildungslandschaft, darüber hinaus sind nicht alle Angebote aktuell. Immerhin lässt sich hier am ehesten eine Suchanfrage nach einem bestimmten Berufsziel starten, denn es werden auch ähnliche Abschlüsse genannt. Außerdem lässt sich über das BERUFEnet vom Berufsziel aus suchen und neben der Berufsbeschreibung werden auch Weiterbildungsmöglichkeiten zum Wunschberuf angeboten.

Doch leider sind längst nicht alle Aufbaustudiengänge auch in den Datenbanken verzeichnet: Wer eine bestimmte Hochschule im Auge hat, sollte sich daher nicht auf die Datenbanken verlassen, sondern direkt vor Ort oder über das Internet informieren.

Wer sich für die Studienmöglichkeiten in einem speziellen Land interessiert, sollte sich gezielt Informationsmaterial besorgen, etwa die Länderstudienführer des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Der DAAD bietet auch eine umfangreich Datenbank zu Studiengängen im Ausland mit Informationen zu Graduate-Studiengängen einschließlich der Professional Schools. Nach Eingabe von Studienfach, Status und Zielland erscheint ein Zwischenergebnis, das sich nach Fachrichtung bzw. geografisch weiter eingrenzen lässt.

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Master, Aufbaustudium, Zweitstudium

Akkreditierung eines Aufbaustudiengangs:
Wie wird ein Master anerkannt?

Wer eine erste Auswahl unter den Angeboten getroffen hat, sollte sich diese nun im Hinblick auf Qualität und Inhalte genauer anschauen, denn der Markt ist recht unübersichtlich und neben hochwertigen Angeboten finden sich auch Phantasieabschlüsse und Titelhändler, deren Zertifikate auf dem Arbeitsmarkt natürlich weniger wert sind.

Gemeinhin sind Interessenten versucht, einen Studiengang zu wählen, von dem sie schon einmal gehört haben oder die Qualität an der Höhe der Studiengebühren zu messen. Doch nicht immer trifft es zu, dass höhere Studiengebühren auch höhere Qualität bedeuten. Beispielsweise sind in der Regel bei staatlichen Universitäten die Studiengebühren niedriger aus als bei privaten, aber nicht zwangsläufig sind private Institutionen auch besser, denn: Die Höhe der Studiengebühren hängt vor allem davon ab, wie groß die Institution ist und welche weiteren Finanzquellen sie sich erschließen konnte. Daher können auch kleinere, unbekanntere Institutionen eine gute Ausbildung bieten.

Besser als auf solche subjektiven Kriterien zu vertrauen ist es, sich an der Akkreditierung eines Studiengangs zu orientieren. 50 Prozent der MBA-Absolventen halten die Akkreditierung für das wichtigste Entscheidungskriterium. Denn wenn der Studiengang akkreditiert ist, kann der Interessent sicher sein, dass der Studiengang auf seine Qualität und die Einhaltung festgelegter Mindeststandards ständig überprüft und evaluiert wird. Dadurch bürgt eine Akkreditierung für die Qualität der Ausbildung auch im Hinblick auf die Berufstätigkeit und eine gewisse Transparenz des Studienangebots. Auch wenn die Akkreditierung sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss ist, bietet sie dennoch die Möglichkeit, sich schnell einen Überblick über die Qualität des Angebotes zu verschaffen. Informationen zur Akkreditierung finden Sie unter www.akkreditierungsrat.de

In Deutschland erfolgt die Akkreditierung über Agenturen, die durch den unabhängigen Akkreditierungsrat anerkannt werden müssen. Dazu müssen die Agenturen den Standard der Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz, etwa die Beschäftigung kompetenter Gutachter sowie die Unabhängigkeit von Hochschulen sowie Berufs- und Wirtschaftverbänden erfüllen und nicht gewinnorientiert arbeiten. Die Agenturen bewerten beispielsweise, ob der Studiengang theoretische und praktische Ausbildungseinheiten ausreichend miteinander verbindet, neben nationalen auch internationale Kompetenzen vorhanden sind, der Studiengang optimal organisiert ist und die räumlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Akkreditierungsagenturen

Folgende Agenturen sind berechtigt, das Qualitätssiegel des Akkreditierungsrates an von ihnen akkreditierte Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor/Bakkalaureus und Master/Magister zu vergeben:

  • ACQUIN Akkreditierungs-, Certifizierungs- und Qualitätssicherungs-Institut
  • AHPGS Akkreditierungsagentur für Studiengänge im Bereich Heilpädagogik, Pflege, Gesundheit und Soziale Arbeit e.V.
  • AQAS Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen
  • ASIIN Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik
  • FIBAA Foundation for International Business Administration Accreditation
  • ZEvA Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover

Experten raten jedoch, auf die Akkreditierung von international anerkannten Organisationen zu achten – das verbessert die Chancen auf dem globalisierten Arbeitsmarkt, zumal die Kriterien nationaler Agenturen gerade mal die internationalen Mindeststandards erfüllen. Viele Organisationen, die auch internationale Vergleiche anstellen, akkreditieren jedoch vorrangig MBA-Studiengänge: Die European Foundation for Management Development (EFMD) ist mit mehr als 450 Mitgliedern in 40 Ländern die größte Vereinigung von Business Schools, Universitäten und Unternehmen in Europa. Aufbauend auf den Erfahrungen der bereits bestehenden nationalen Akkreditierungssysteme in Europa hat sie im Rahmen ihrer Initiative European Quality Improvement System (EQUIS) Qualitätsstandards entwickelt.

Die Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB) ist die zentrale Akkreditierungseinrichtung in den USA. Sie ist vom US-amerikanischen Erziehungsministerium anerkannt und auf die Akkreditierung in den Bereichen Business und Accounting spezialisiert. Die akkreditierten Schulen werden regelmäßig überprüft. Eine Mitgliedschaft bei der AACSB soll garantieren, dass das Niveau der Ausbildung aufrechterhalten und kontinuierlich verbessert wird. Die britische Association of MBAs (AMBA) entstand bereits 1967 mit dem Ziel, den MBA für die Wirtschaft zu erschließen, weiteren Interessenten durch eine Darlehenskasse das Studium zu ermöglichen und durch Qualitätskriterien und die Akkreditierung von Kursen den Marktwert des eigenen Titels zu sichern. AMBA gilt heute als renommierte Akkreditierungsorganisation, die immer öfter auch außerhalb Großbritanniens Gütesiegel verleiht.

Aber in Großbritannien gibt es daneben auch Akkreditierungen durch das Higher Education Funding Council (HEFCE). In Italien existiert seit 1972 die Associazione per la formazione alla direzione aziendale (ASFOR), die von Unternehmensberatern, Unternehmen und Business Schools gegründet wurde, um der nationalen Management-Ausbildung qualitative Maßstäbe vorzugeben. Die französische Conférence des Grandes Ecoles (CGE) schließlich akkreditiert seit 1980 und ist für die gesamte Management-Ausbildung in Frankreich zuständig (weitere Akkreditierungsorganisationen im Internetverzeichnis). Wer sich für die Akkreditierungsorganisationen und Qualitätskriterien eines bestimmten Landes interessiert, sollte sich gezielt über dieses Land informieren.

Simone Janson

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Master, Aufbaustudium, Zweitstudium

Qualitätskriterien für Aufbaustudiengänge:
Wie gut ist mein Master

Die Akkreditierung sollte allerdings nicht das einzige Auswahlkriterium bleiben. Gerade Anbieter von Nischenstudiengängen lassen sich hinsichtlich der Qualität nur schwerlich mit anderen Angeboten vergleichen. Daher ist es wichtig, dass sich Interessenten nach einer Vorauswahl zur endgültigen Entscheidung näher mit der Bildungseinrichtung auseinandersetzen.
Jeder interessierte sollte daher fragen:

  • Passen die persönlichen Vorgaben, Ziele und Voraussetzungen zum Angebot des Instituts?
  • Welches sind die Zugangsvoraussetzungen?
  • Lässt sich daran das Niveau des Studiengangs feststellen?
  • Welche Kenntnisse werden vermittelt?
  • Mit welchen Lehrmethoden?
  • Werden praktische Übungen angewendet, gibt es Kontaktmöglichkeiten zur Praxis?
  • Wie sieht der Fächerkanon aus?
  • Gibt es neben Pflicht- auch Wahlfächer?
  • Wer sind die Dozenten?
  • Welche Qualifikationen und welches Renommee haben sie?
  • Kommen sie aus der Praxis?
  • Wie viele Studenten gibt es?
  • Wie viele Studenten kommen auf einen Dozenten?
  • Gibt es Erfahrungswerte mit mindestens drei Abschlussjahrgängen?
  • Lassen sich Kontakte zu ehemaligen Teilnehmern herstellen?
  • Bei Internationalen Studiengängen sollt außerdem darauf geachtet werden, dass die Studenten und Dozenten aus verschiedenen Ländern kommen und während des Studiums Themen auch aus dem interkulturellen Blickwinkel betrachtet werden.

Fernstudium

Wer temporär und lokal flexibel sein möchte oder muss, für den kann ein Fernstudium die optimale Lösung sein. Allerdings ist hier, bei vergleichsweise höheren Kosten, die Gefahr des Scheiterns größer, weil man in der Regel auf sich alleine gestellt lernt; dies erfordert erhöhte Motivation und Durchhaltevermögen – auch weil sich das Fernstudium in der Regel über einen längeren Zeitraum erstreckt und häufig noch zusätzlich zum Broterwerb ausgeübt wird. Außerdem fehlen intensive Kontakte zu anderen Teilnehmern, die auch für den späteren Berufseinstieg vorteilhaft sein können.

Daher sollte man bei der Wahl eines Fernstudiums einige spezielle Kriterien anlegen und diese vorab klären – beispielsweise, ob es Kontaktmöglichkeiten zu anderen Studierenden wie regelmäßige Gruppenlerneinheiten oder Treffen gibt, wie viele Präsenzblöcke welcher Dauer im Studium enthalten sind oder wie hoch der Anteil des schriftlichen Unterrichtsmaterials ist. Wichtig ist aber auch: Wie oft bekommen die Studenten Feedback über ihre Studienleistungen? Wie oft werden korrigierte Unterlagen zurückgesandt? Wie werden die Studenten bei der Bearbeitung des Unterrichtsmaterials unterstützt? Wie viele Studenten sind einem Betreuer zugeordnet? Welche Qualifikationen haben die Betreuer? Kann ein Student auch die Bibliothek und sonstige Einrichtungen des Instituts nutzen? Ist der Wechsel in ein Vollzeitprogramm möglich und zu welchen Bedingungen?

Standortwahl

39 Prozent der befragten MBA-Absolventen halten außerdem den Standort für wichtig. Das hängt zum einen damit zusammen, dass bei Aufbaustudiengängen in der Regel weniger Hochschulen zur Auswahl stehen, aber auch damit, dass der gute Ruf der Hochschule besonders wichtig ist. Da lohnt es sich, bei der Suche nach dem passenden Studiengang über die deutschen Grenzen hinwegzuschauen – wie das Beispiel MBA zeigt:

Nach den Rankinglisten ist es nämlich den deutschen Anbietern noch nicht gelungen, in die internationale Spitzenklasse vorzudringen. Und auch bei den Akkreditierungen sieht es eher mau aus: Lediglich die WHU Koblenz, die Uni Mannheim, die Handelshochschule Leipzig, GISMA Hannover und ESCP-EAP Berlin wurden bislang durch die AACSB, EQUIS oder AMBA akkreditiert und bringen es damit zu einem gewissen internationalen Renommee. Wer sich bei der Auswahl seines Studienganges an nationalen und internationalen Rankings orientieren möchte, sollte jedoch berücksichtigen, dass diese häufig nicht explizit Aufbaustudiengänge beurteilen und dass bei der Bewertung die Qualität naturwissenschaftlicher Fächer eine große Rolle spielt. Allerdings sind die Rankings natürlich eine gute Möglichkeit, sich über die internationale Reputation einer Hochschule zu informieren. Mehr zur Vorgehensweise und Methode verschiedener internationaler Rankings und Kritikpunkte daran bietet das Centrum für Hochschulentwicklung.

Ein wichtiges Auswahlkriterium sollte auch sein, ob die Hochschule mit studienbegleitenden Maßnahmen den Berufseinstieg nach dem Aufbaustudiengang unterstützt. So sollte sich jeder Interessierte erkundigen, ob Career Services die Studenten gezielt betreuen, ob die Hochschule Kontakte zu Arbeitgebern unterhält oder ob Rekrutierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Je praxisorientierter das Studium aufgebaut ist, desto enger sind in der Regel die Kontakte zur Wirtschaft. Wichtig ist auch, dass die Studenten regelmäßig mit umfassenden Informationen zu Branchen, Tätigkeitsfeldern, Unternehmen und Gehältern versorgt werden oder dass Sonderveranstaltungen, Workshops und Beratungen zu Bewerbung und Karriereplanung angeboten werden.

Simone Janson

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Master, Aufbaustudium, Zweitstudium

Während des Aufbaustudiums:
Die freiwillige Krankenversicherung

Wenn Sie ein Aufbaustudium absolvieren und sich in dieser Zeit von Ihrem Arbeitgeber haben freistellen lassen, wenn Sie neben dem Aufbaustudium selbständig arbeiten oder wenn Sie das Aufbaustudium auf den beruflichen (Wieder)einstieg vorbereiten soll, kurz wenn Sie während des Aufbaustudiums nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind und auch nicht mehr in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, bleibt nur eines: Sie müssen sich in einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse Ihrer Wahl freiwillig versichern.

Nur wenn sie schon einmal privat versichert waren, können Sie sich wieder privat krankenversichern oder bis zum 1.1.2009 ohne Krankenversicherung bleiben. Erst dann greift die Krankenversicherungspflicht für alle Bürger. Dabei zahlen Sie aber dann den vollen Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil, also je nach Kasse ab ca. 12-15 Prozent Ihres Einkommens, zuzüglich 1,7 Prozent Pflegeversicherung und 0,25 Prozent für Kinderlose. Dabei geht die gesetzliche Krankenkasse jedoch von einem Mindesteinkommen von 1.242,50 Euro pro Monat aus, wodurch der Beitrag beispielsweise bei einem Beitragssatz von 13,9 Prozent 183,89 Euro beträgt.

Das Wichtigste zur freiwilligen Krankenversicherung im Überblick:

  • Antrag und Frist: Die Möglichkeit einer freiwilligen Versicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse besteht immer dann, wenn eine Pflichtversicherung endet. Bei Studierenden bietet sich dies nach Auslaufen der studentischen Pflichtversicherung an (nach Überschreiten der Fachsemester- oder Altersgrenze). Die freiwillige Versicherung muss innerhalb von drei Monaten nach Ende der Pflichtversicherung beantragt werden.
  • Vorversicherungszeiten: Wer eine freiwillige Versicherung anstrebt, muss Vorversicherungszeiten nachweisen: Sie müssen entweder vor dem Ende der Pflichtversicherung mindestens ein Jahr ununterbrochen Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung gewesen sein oder mindestens zwei Jahre (auch mit Unterbrechungen) in den letzten fünf Jahren.Mindestbeitrag und einkommensabhängige Staffelung: Wichtig ist an dieser Stelle, dass die Tarife einkommensabhängig nach Beitragsklassen gestaffelt sind. Der Grundtarif orientiert sich an einem gesetzlich unterstellten Mindesteinkommen von 1.242,50 Euro und geht bis zu einem Höchsteinkommen von 3.600 Euro im Monat. Die Abstände der Beitragsklassen werden von den Krankenkassen unterschiedlich gestaffelt. Bei der Einkommenseinstufung gelten Bruttowerte; zudem werden nicht nur Erwerbseinkommen mitberücksichtigt.
  • Wenn Sie eine Weiterbildung, wie z. B. einen Aufbaustudiengang absolvieren, können Sie sich freiwillig versichern: Hierbei gehen die Krankenkassen davon aus, dass Ihr Einkommen bei mindestens 828,33 Euro im Monat liegt und danach errechnen sich die Beitragssätze, abhängig vom Prozentsatz Ihres Krankenkassentarifs. Die Beiträge liegen dann etwa um 120 Euro im Monat, abhängig von der Kasse. Bedingung ist aber, dass Sie durchschnittlich nur weniger als 18 Stunden in der Woche arbeiten dürfen. Diese Grenze darf geringfügig überschritten werden, wenn Ihre Arbeit mit dem Aufbaustudium in direktem Zusammenhang steht. Die gleiche Regelung gilt übrigens auch, wenn Sie körperlich oder seelisch nicht in der Lage sind, in Vollzeit zu arbeiten oder wenn Sie sich um Angehörige kümmern müssen. Dass Sie diese Bedingungen erfüllen, müssen Sie natürlich schriftlich, häufig mit Einkommensbescheinigung, sowie einem Beleg (etwa für Ihre Ausbildung) nachweisen.
  • Einige Krankenkassen lassen auch während eines konsekutiven Aufbaustudiengangs, der direkt an das erste Studium anschließt, die normale studentische Krankenversicherung weiterlaufen. Grund: Es ist nicht eindeutig gesetzlich geregelt, ob Sie während des Aufbaustudiums noch ordentlicher Student sind oder nicht und einige Kassen nutzen diese Lücke für eine Sonderregelung. Sie dürfen dann nicht mehr als 400 Euro im Monat verdienen. Verdienen Sie in einer Anstellung mehr, sind Sie über den Arbeitgeber versichert. Arbeiten Sie selbständig, müssen Sie sich zu den oben genannten Konditionen freiwillig versichern.
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Von: Simone Janson
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Master, Aufbaustudium, Zweitstudium

Während des Aufbaustudiums:
Private Krankenversicherung als Alternative

Eine Alternative zur gesetzlichen, freiwilligen Versicherung ist die private Krankenversicherung. In der Regel sind hier für jüngere Männer die Beiträge sogar günstiger, das Leistungsangebot unter Umständen größer.
Allerdings gibt es einige Nachteile:

  • Beiträge: Die Versicherungbeiträge verstehen sich unabhängig vom Einkommen – wenn Sie nichts verdienen, müssen Sie trotzdem weiter zahlen. Es gibt keine Garantie auf stabile Beitragssätze: Wenn Ihre Tarifgruppe schließt, etwa weil sie unrentabel gewordene ist, müssen Sie ggf. höhere Beiträge hinnehmen. Und: Frauen und ältere Menschen zahlen wesentlich höhere Beiträge als jüngere Männer.
  • Leistungen: Wenn Sie eine private Krankenversicherung abschließen und danach heiraten und/oder Kinder bekommen, dann zahlen Sie für jedes mitzuversichernde Familienmitglied zusätzlich einen vollen Beitrag. Auch für das Krankengeld und Mutterschaftsgeld, das bei der Gesetzlichen im Beitrag enthalten ist, müssen Sie extra zahlen.
  • Rückkehr in die gesetzliche Kasse: Wenn Sie sich als Selbständiger privat versichern, werden Sie später nur wieder in die gesetzliche Kasse aufgenommen, wenn Sie in einer abhängigen Beschäftigung arbeiten – und zwar vor dem 5Lebensjahr. Wenn Sie sich für die Dauer des Aufbaustudiengangs allerdings von Ihrem Arbeitgeber haben freistellen lassen, sollten Sie mit dieser Regelung keine Probleme haben.
Simone Janson

Von: Simone Janson
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Hochschule & Studium

Während des Studiums arbeiten:
Krankenversicherung & Nebenjob während des Studiums

Grundsätzlich hat das Jobben während des Studiums keine Auswirkungen auf die studentische Kranken- und Rentenversicherung, wenn Sie unterhalb bestimmter Stundenzahlen bleiben. Der Krankenversicherung ist es dabei egal, wie viel Sie verdienen, so lang Sie genug Zeit haben, sich auf Ihr Studium zu konzentrieren – dann gelten Sie als ordentlicher Student.
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