Berufebilder by Simone Janson

Journalist, Bestseller-Autor, Experte für neues Arbeiten am Institut für Kommunikation in sozialen Medien, Gründer von Berufebilder.de.


Karriere & Erfolg » Management, Motivation, Strategie » Konstruktiv mit dem eigenen Scheitern umgehen:
Zurück gehen, um Anlauf zu nehmen!

Scheitern ist in unserer Erfolgsgesellschaft nicht vorgesehen: Stets lesen und hören wir nur die Erfolgsgeschichten von Siegertypen. Dass viele von diesen im Leben auch herbe Rückschläge einstecken mussten und häufig auch Fehler gemacht haben, verschweigen uns diese Success-Storys. Was für ein Quatsch!


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Doch in einer zunehmend globalisierten Geselleschaft, in der es immer seltener geradlinige Karrieren gibt und auch zwischenmenschliche Beziehungen alles andere als stabil verlaufen, ist das Festhalten an solch althergebrachten Denk- und Verhaltensmustern und einer 0-Fehler-Kultur schlicht blöde:

Stures Beharren längst vergangenen Prinzipien führt am Ende zu keinem Erfolg. Wenn wir stets glauben, immer so weitermachen zu können wie bisher, werden wir am Ende scheitern. Und das sowohl menschlich wie ökonomisch.

Beispiel Medien & Internet

Bestes Beispiel aus der Wirtschaft, ganz aktuell: Die Medienbranche. Wie vor ihr die Musikindustrie hat sie das neue Medium Internet jahrelang belächelt und verachtet. Über ernsthafte Geschäfstmodelle hat man sich keine Gedanken gemacht.

Jetzt, wo klar ist, dass immer mehr Leser vom gedruckten Papier ins Internet wechseln, werden hektisch Finanzierungsideen diskutiert. Dabei ist möglicherweise der Zug schon längst abgefahren, denn Player wie Google oder Facebook haben das das Ruder im Internet bereits fest in der Hand

Zurück und dann mit Anlauf vor

Das Internet könnte das Todesurteil vieler Unternehmen in der Medienbranche sein. Es könnte aber auch sein, dass man aus den Fehlern lernt, neue, innovative Ideen entwickelt und sich neue, viel bessere Ideen entwickeln. Um ehrlich zu sein rechne ich sogar damit, denn so hat Innovation und Fortschritt in der Geschichte immer funktioniert.

Und das gilt auch für den Einzelnen: Rückschläge sind wichtig: Sie stoppen uns, wenn wir an einem bestimmten Punkt zu weit gehen und zeigen auf, was wir für die Zukunft besser machen können. Scheitern gehört einfach dazu, damit wir in Zukunft noch besser werden!

Auf das wie kommt es an

Wichtig ist aber auch immer, wie wir mit dem eigenen Versagen umgehen: Ob wir austicken, stur versuchen, um jeden Preis weiterzumachen, anderen die Schuld geben, herumjammern und uns selbst als Opfer betrachten.

Oder ob wir unsere Fehler eingestehen – uns selbst und auch anderen – und bereit sind, daraus zu lernen, wiederaufzustehen und – vielleicht am Anfang eine Nummer kleiner -  weiterzumachen.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a.für ZEIT-ONLINE, Süddeutsche oder Financial Times) und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel.

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Website: http://www.simone-janson.de

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