Zuerst geht es darum, die eigenen Widerstände zu überwinden: Wie schon gesagt, ist die Entscheidung, eine Veränderung herbeizuführen nur der Anfang eines Prozesses, der möglicherweise ganz wo anders endet als man gedacht hat.
Stures Festhalten an einem einmal eingeschlagenen Weg ohne Rücksicht auf Verluste kann komplette Vorhaben zu Scheitern bringen.
Die Dale Carenegie-Methode
Eine hohe Eigenmotivation ist nicht jedem gegeben. Es lohnt sich auf jeden Fall den oben genannten Ängsten und Widerständen den Nutzen und die Vorteile gegenüberzustellen, die die geplante oder gewünschte Veränderung mit sich bringt. Die Summe der positiven Aspekte sollte natürlich deutlich größer sein als die Summe der negativen.
Da es außerordentlich schwierig ist qualitative Aspekte zu quantifizieren schlage ich vor eine Variation der Dale Carenegie-Methode auf den Blumenstrauß der Risiken anzuwenden und dadurch das subjektive Gefühl der Angst zu relativieren.
Weg mit den difusen Bedrohungen
Dazu brauchen Sie nur 2 Fragen zu beantworten (am besten schriftlich):
- Was ist das Schlimmste, was Ihnen passieren kann?
- Wie wahrscheinlich ist es, dass dieses Ergebnis eintritt?
Der Vorteil ist, dass diffuse Vorstellungen nun einen Namen und einen Bedrohlichkeitsindex haben und dadurch etwas einfacher zu handhaben sind.
Fallbacklösung
Wenn Sie ein besonderes Sicherheitsbedürfnis haben, kann die Einrichtung einer Fallbacklösung hilfreich sein. Sie gestalten den Veränderungsprozess so, dass Sie an einigen wichtigen Punkten die Möglichkeit haben den Vorgang risikoarm abzubrechen. Dazu kann eine gewisse finanzielle Reserve gehören, die Ihnen genug Luft verschafft um sich nach einem „Fehlstart“ neu zu ordnen.
Das kann eine Option auf einen Job sein, den Sie ausüben können, wenn beispielsweise Ihr freiberufliches Projekt wider Erwarten schlecht verläuft. Unter Umständen kann es übrigens sehr sinnvoll und kräfteschonend sein einen passenden Coach zu engagieren, der den eigenen Veränderungsprozess begleitet.
Widerstände in Ihrem Umfeld
Wenn Sie keine Widerstände haben oder diese für Sie überwunden sind, freuen Sie sich nicht zu früh; Ihr privates und berufliches Umfeld hat noch mehr davon.
Im Zweifel haben Sie es neben Freunden und Familie im Unternehmen mit höchstwahrscheinlich drei Hierarchiestufen und reichlich Personen zu tun:
Ihre Kollegen, Ihre Mitarbeiter, Ihre Vorgesetzten, dazu Lieferanten, interne wie Buchhaltung oder Controlling und externe Kunden. Sie sehen schon an dieser Aufzählung wo die Widerstände herkommen können. Was hilft: Gute Argumente. Wie Sie die finden, erfahren Sie im nächsten Beitrag der Serie.
Pingback: KompetenzPartner
Pingback: Liane Wolffgang
Pingback: Holger Froese