Berufebilder by Simone Janson

Journalist, Bestseller-Autor, Experte für neues Arbeiten am Institut für Kommunikation in sozialen Medien, Gründer von Berufebilder.de.


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Versagens-Angst & Frust

fehler
Was gegen die Angst vor Fehlern hilft: Man muss tief durchatmen und sich klar machen, dass es nicht so schlimm ist, wenn man mal einen Fehler macht. Das 80 % Häufig auch schon gut genug sind. Hört sich allerdings einfacher an, als es ist: Wie geht das in der Realität?

Was konkret hilft

Also sich bewusst machen, dass die Konsequenzen vielleicht nicht ganz so schlimm sind, wie man gedacht hat. Dass man vielleicht nicht gleich seinen Job verliert. Oder dass der Vorgesetzte vielleicht kurz sauer ist, aber eben nicht nachtragend.

Beweise sammeln! Aufschreiben, was mir Angst macht. Und Aufschreiben wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass diese Befürchtung wirklich eintritt. Andere fragen, was sie dazu meinen. Das genau so in drei Spalten nebeneinander schreiben. Oder vielleicht im Kopf. Sich aber im Kopf klar machen, dass die Ängste, die man hat vielleicht überflüssig sind.

Niemand kann überall der Beste sein

Denn das Problem mit den Leistungsansprüchen ist: Niemand kann immer und überall der Beste sein. Das schafft man schon rein körperlich nicht. Man überfordert sich also, wenn man es dennoch versucht. Diese Möglichkeit kommt bei Amy Chua zwar vor, aber entschieden zu kurz.

Was dann nämlich passiert ist: Negativer Distress entsteht. Im Gegensatz zum Eustress erleben wir in solchen Situationen keinen Flow, sondern fühlen uns hilflos und ausgeliefert. Schweizer Forscher haben herausgefunden, dass dieser Distress sogar unser Gedächtnis trübt.

Hormone & Burnout

Denn aus der Nebennierenrinde wird Cortisol ausgeschüttet, das den Körper vor Überanstrengung schützen soll. Es blockiert unter anderem die Gedächtnisleistung, führt zu einem hohen Blutzuckerspiegel und einer Übersäuerung des Blutes und zu einer Schwächung der Schilddrüsenfunktion.

Daher wird in besonders stressigen Situationen klares Denken schwieriger. Wer sich dauerhaft überfordert, steuert unweigerlich auf den Burnout zu.

Versagen führt zu Frust

Und es gibt noch ein weiteres Problem. Wenn ich nämlich trotz aller Anstrengung das gewünschte Ziel nicht erreiche, führt das natürlich zu Frust. Die optimale Lösung ist dann, sich wieder hochzurappeln und weiter zu machen. Wenn ich aber in diesem Hamsterrad stecke, dann ist das wie gesagt schwierig, sich völlig logisch zu verhalten.

Wer z.B. oft erlebt hat, dass Dinge schief gehen, dem gelingt das unter Umständen nicht so leicht. Weil man Angst hat. Manchmal sieht man die Dinge auch viel negativer als sie wirklich sind, einfach weil man es so oft negativ erlebt hat. Weil sich die negativen Denkmuster aus der Erfahrung heraus verfestigt haben. Oder einfach, weil man sich zu lange mit einem Problem beschäftigt hat.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a.für ZEIT-ONLINE, Süddeutsche oder Financial Times) und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel.

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Website: http://www.simone-janson.de

1 Kommentare

  1. Fehler zu machen ist immer schlimm… vorallem wenn man neu ist und noch nicht beweisen hat können, dass man in Wirklichkeit viel besser ist. Aber wie heißt es so schön? Irren ist menschlich.

    Ein wirklich guter Artikel um den Umgang mit dem Frust zu lernen! Gefällt mir :)

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