Elli, unsere Filialleiterin aus dem ersten Teil der Serie, klagt ihrem Vorgesetzten Herrn W. ihr Leid: “Nicht mal drei Monate hat der Neue ausgehalten. Na ja, die sind eben alle nicht belastbar.”
Denken ist Arbeit
Ist das der wahre Grund oder hätte Elli es verhindern können?
Der österreichische Schriftsteller und Lehrer Ernst Ferstl sagte so treffend: Das Jammern ist schon lange ein beliebter Volkssport, das Denken wird wohl nie einer werden.”
Der hat einfach keine Lust?
Herr W. zu Elli: “Hast du denn alles so gemacht, wie wir es besprochen haben?”
“Natürlich, ich habe mit Schichtführerin Lisa detailliert geplant.”
“Und warum kündigt der Neue nun?”
“Der hat einfach keine Lust und macht immer noch dieselben Fehler.”
“Hast du ihn denn mal genauer gefragt, was los ist?”
“Nein”, druckst Elli kleinlaut.
Warum kündigen Neue oft?
Eine verpasste Kommunikation ist der häufigste Kündigungsgrund von Mitarbeitern. Im weiteren Gespräch zwischen Herrn W. und Elli stellt sich heraus:
Elli hat Lisa und den neuen Mitarbeiter nicht beobachtet. Sie hat auch kein Feedback gegeben. Wenn aber keiner redet, kann auch nichts geändert werden.
Krititk auf den Punkt bringen
Durch entsprechendes Feedback weiß jeder, wo er steht. Indem ich jemanden für etwas ganz Bestimmtes lobe, habe ich bereits positives Feedback gegeben.
Wichtig dabei ist, die Sache auf den Punkt zu bringen. Loben können Sie Ihre Mitarbeiter ganz offen vor den anderen.
Nur nicht bloßstellen
Sie sollten Ihre Mitarbeiter natürlich nicht vor den anderen bloßstellen. Ein zutiefst verletzter Mensch verzeiht Ihnen das nie! Früher oder später kündigt er.
Nehmen Sie sich den Mitarbeiter unbedingt zur Seite. Wenn möglich in einen abgeschiedenen Raum. Dort klären Sie alles in einem offenen Gespräch.
Weniter erwarten, mehr selbst tun
In unserem Fall, dem von Elli, Lisa und ihrem neuen Mitarbeiter, hätte das konstruktive Feedback geholfen. Wie im ersten Teil der zielorientierten Kommunikation beschrieben, erhält man durch gekonnte Fragen entsprechende Antworten.
Leider hat Elli zu viel erwartet und alles dem Zufall überlassen – das funktioniert aber nicht.
Checkliste für eine zielorientierte Kommunikation
- Beobachten Sie das Geschehen und reagieren Sie entsprechend.
- Überlassen Sie nichts dem Zufall.
- Geben Sie angebrachtes Feedback.
Kommunizieren – aber richtig!
Durch eine aktive situationsgerechte Kommunikation verhindern Sie die Kündigung von Mitarbeitern und arbeiten zielorientiert.
Es folgt Teil 3: Unberechenbar, schreiend, wild so schüchtern Sie jeden Mitarbeiter ein – aber versteht er Sie auch richtig?
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