Im Zeitalter von Web 2.0 und Social Communities wird professionelles Online-Networking auch im Berufsleben immer wichtiger. Vor allem Online-Businessnetzwerke spielen für Berufstätige eine zunehmend bedeutende Rolle.
Allerdings nutzen viele Menschen ihre Business-Netzwerke auch für private Kontakte: Sie finden alte Schul- und Studienfreunde wieder und adden sogar Saufkumpanen in ihre Freundesliste. Auch bei peinlichen Fotos ist vielen offenbar nicht bewusst, dass dies auch Chefs und Kollegen sehen könnten.
Was sind Frollegen?
Das Ergebnis: Die Grenzen zwischen Privatem und Beruflichem verschwimmen immer mehr – und zwar so sehr, dass das Business-Netzwerk Linkedin für den Mix aus Freunden und Kollegen ein neues Wort erfunden hat: Die so genannten „Frollegen”. Klingt lustig, hat aber einen ernsten Hintergrund:
Denn die Vermischung von Business und Privatem wirkt sich laut Linkedin negativ auf das professionelle Online-Networking aus. Zum einen werde die zeitliche Effizienz des Networkings durch die Vermischung von geschäftlichen und privaten Kontakten beeinträchtigt. Darüber hinaus könne die Veröffentlichung von privaten Informationen in einem beruflichen Umfeld negativen Einfluss auf die Seriosität der entsprechenden Person haben.
Worauf man achten sollte
Cristina Hoole, Marketing und PR Director Europe bei LinkedIn erklärt zu diesem Thema: „Innerhalb des professionellen Online-Networking ist es wichtig, geschäftliche und private Kontakte strikt voneinander zu trennen – genau wie außerhalb des Internets. Schließlich haben sensible private Informationen, die für den Freundeskreis bestimmt sind, nichts im geschäftlichen Alltag verloren. Vielmehr können Sie sich negativ auf das berufliche Ansehen auswirken.”
Ich persönlich sehe das ein wenig differenzierter: Sicherlich ist es wichtig, private und berufliche Informationen zu trennen und gerade im professionellen Umgang bestimmte Grenzen einzuhalten. Allerdings habe ich auch selbst die Erfahrung gemacht, dass “Menscheln” im Business ebenso wichtig ist: Denn nur wer auch etwas von seiner Persönlichkeit zeigt, wirkt auch sympathisch – und das ist nicht nur für die privaten Kontakte sondern auch das Berufsleben wichtig. Auf die richtige Mischung kommt es eben an.

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