Eva Zils hat ja vor einigen Wochen auf Spam-Attacken mit fingierten Jobangeboten hingewiesen. Hier wurde unter fragwürdigem Namen samt E-Mail-Adresse und mit dem Logo von meinestadt.de Angebote für Teilzeit-Jobs gemacht.
Nun hat es auch mich “erwischt”! Eine gewisse Birte Dohler suchte
“aktive Mitarbeiter fuer lang und kurzfristige Arbeit in den Bereich Testeinkaufer und Kurier landesweit. Die Stellen sind ab sofort frei und sofort zu belegen.”
Wie schon bei Eva war die absendende E-Mail ausgebsprochen fragwürdig, auch die falsche Gramatik wirkte nicht gerade vertrauenerweckend. Lediglich beim Absender hatten sie sich diesmal etwas mehr Mühe gegeben, ihn einzudeutschen. Und auch auf das meinestadt.de-Design wurde diesmal verzichtet, dafür gab es eine viel überraschender klingende Begründung, wie man an die Daten gekommen sei:
“Sie fragen sich bestimmt wie wir auf Sie aufmerksam geworden sind. Die Bundesagentur fur Arbeit hat uns Ihre Personaldaten ubermittelt, damit wir selbst mit Ihnen in den Kontakt treten konnten.”
Das ist natürlich Quatsch, weil die Bundesagentur diese Daten gar nicht herausgeben darf. Oder wurden Computer gehackt oder Mitarbeiter bestochen?
Eher amüsant, weil total unspezifisch waren auch die Voraussetzungen, die man mitbringen sollte:
- Computer-Grundkenntnisse Internet, Email, Drucken
- Puenktlichkeit und Genauigkeit
- telefonische erreichbarkeit
- Volljaehrig
Dafür wurde geboten:
Was wir Ihnen bieten:
- Abwechslungsreiche Taetigkeit
- Flexible Arbeitszeiten auch in Teilzeit
- Fortlaufendes Training durch verschiedene Aufgaben
- 5 Tage-Woche
- Urlaubsgeld / Weihnachtsgeld
Die Arbeitszeit betraegt 2-3 Stunden 5 Tage die Woche. Der Verdienst betraegt 1150 Euro pro monat netto. Sie koennen die Taetigkeit auch als Zweit-Beruf ausfuehren. Fuer Rentner sind die Stellen besonders gut geeignet. Ein Firmenfahrzeug stellen wir Ihnen auf Wunsch zur Verfuegung. Weitere Informationen gibt es nach einer kurzen Bewerbung.
Was dann folgte, war die Bitte um eine kurze Antwort samt Bewerbung an eine andere, nicht weniger unseriös klingende E-Mail-Adresse.
Die Absicht dahinter ist klar: In normalen Bewerbungsunterlagen stehen allerlei sensible Daten, z.B. Adressen und Geburtsdatum. Gerade letzteres wird aber von vielen Firmen zu Verifizierung bei Telefongesprächen genutzt.
Was dabei herauskommen kann, nämlich Identitätsklau, Schulden die man nicht selbst gemacht hat und jede Menge Ärger, hat meine Kollegin Tina Groll am eigenen Leib erlebt und bei ZEIT ONLINE beschrieben.
Also: Besser vorsichtig sein, wem man seine Bewerbungsunterlagen schickt!
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