Meist merkt man es erst hinterher, wenn man den Job schon angetreten hat, dass etwas in der Firma nicht stimmt: Unfähiger, launiger Chef, ängstliche Mitarbeiter, insgesamt Miese Stimmung. Vielleicht hängt das Unternehmen auch gerade in den roten Zahlen und der tolle, neue Job ist alles andere als kriesensicher. Oder man fungiert als neuer, billigerer Notnagel, weil vorher ein paar Mitarbeiter rausgeflogen sind.
Wie gesagt, meist kann man das vorher nicht wissen. Oder doch? Mitunter kann man schlechte Arbeitgeber bereits im Voraus erkennen – an der Art der Selbstdarstellung, z.B. auf der Website. Denn meist verraten Unternehmen in dem, was sie sagen, mehr über sich als ihnen lieb ist. Daher einige Beispiele für Aussagen auf der Website und was wirklich dahintersteckt.
- “Wir sind ein junges, innovatives Unternehmen, das ihnen hervorragend Entwicklungschancen bietet” – heißt im Klartext: Wir haben keinen Plan und erwarten von Ihnen, dass Sie wissen, was wir wollen und es auch umsetzten – und das bedeutet, dass Sie überdurchschnittliches Engagement an den Tag legen und Malochen bis zum Umfallen.
- “Wir nehmen nicht jeden” – heißt im Klartext: Wir würden uns gerne unsere Mitarbeiter aussuchen können, aber bei den Konditionen (Bezahlung etc.), die wir bieten, müssen wir jeden nehmen. Wir haben auch eigentlich vor lauter Überarbeitung keine Zeit, auszusuchen.
- “Wir investieren mehr Zeit in unsere Mitarbeiter als in die Unternehmensstrategie” – heißt im Klartext: Unser Chef hält lieber Schwätzchen, als mal darüber nachzudenken, wohin er das Unternehmen führen will. Das denken überlässt er überhaupt seinen Mitarbeitern”
- “Wir expandieren und bilden jetzt auch aus – allerdings untertariflich” – heißt im Klartext: Eigentlich sind wir auf dem absteigenden Ast. Da wir ein paar Mitarbeiter rausschmeißen mussten, suchen wir jetzt einen möglichst billigen Ersatz.
PS: Natürlich sind die hier dargestellten Beispiele frei erfunden, Ähnlichkeiten mit tatsächlich existierenden Unternehmen und Personen sind rein zufällig. Und natürlich sind die Beispiele ironisch überzeichnet und nicht ganz ernst zu nehmen.
1. November 2009 um 16:29 Uhr
Viele Unternehmen verwenden diese beschissenen Phrasen. Ich fühle mich schlecht, wenn ich selbst derartige Phrasen verwenden muss ("Ich bin teamfähig und kommunikationsstark.").
2. November 2009 um 09:21 Uhr
Hallo Onkel Kapott,
ich freue mich auch über weitere Beispiele für meine Sammlung.
Gruß
Simone Janson
14. April 2010 um 22:53 Uhr
Das ist mir auch Passiert bloß noch extremer meine Chefs Haben den angestellten immmer vorgegaukelt das sie eine lohneröhung erhalten aber nur wenn die angestellten im Team arbeiten würden das war nie der Fall Weil sie es garnicht so weit kommen lassen wollte sie spielte ihre eigenen mitarbeiter gegen einander aus so das sie nie eine lohnerhöhung zahlen mußte.
15. April 2010 um 09:14 Uhr
Hallo Herr Alexander,
danke für Ihren Erfahrungsbericht. Den letzten Satz habe ich aber aus juristischen Gründen gelöscht: Bitte keine Beleidigungen. SJanson
5. Mai 2010 um 11:27 Uhr
Dieser Beitrag wurde netterweise auch von Companize erwähnt. Leider hat das Trackbacken mal wieder nicht funktioniert, daher stelle ich das manuell ein: www.companize.com/nachrichten/110/Schlechte_Arbeitgeber_Wie_erkennt_man_die
Danke für den Hinweis auf meine Seite!
14. Mai 2010 um 13:26 Uhr
Hallo Frau Janson,
herzlichen Dank für Ihren Trackback “per Hand”. Der Hinweis zu Ihrem Artikel wurde in unseren Social-News-Bereich eingestellt und die Track-Back-Funktion bietet unser System tatsächlich nicht an.
[Wie man schlechte bzw. die guten Arbeitgeber erkennt, war für uns auch der Grund ein anonymes Netzwerk für Arbeitnehmer zum direkten Austausch und zur gegenseitigen Hilfe zu schaffen: companize.com/y8
Viele Grüße,
Jens Sander
14. November 2011 um 01:00 Uhr
Hi, netter Artikel,
aber schon mal was von Rechtschreibung gehört?
Meist merkt man es erst hinterher, wenn man den Job schon angetreten hat, dass etwas in der Firma nicht stimmt: Unfähiger, launiger Chef, ängstliche Mitarbeiter, insgesamt
Mießemiese Stimmung. Vielleicht hängt das Unternehmen auch gerade in den roten Zahlen und der tolle, neue Job ist alles andere alsKriesensicherkrisensicher. Oder man fungiert als neuer, billigerer Notnagel, weil vorher ein paar Mitarbeiter rausgeflogen sind.Ich kann mir kaum vorstellen, dass man damit bei der »ZEIT« durchkommt.
14. November 2011 um 10:14 Uhr
Hallo Herr Steinar,
danke für Ihre Korrekturen, das ist sehr hilfreich, ich habe es direkt verbessert. Genau weil es hier eben keinen Staab von Redakteuren gibt, die das hinterher nochmal Korrektur lesen, bin ich auf Ihre Hilfe angewiesen. Ich hatte auch schonmal überlegt, dafür einen Preis auszuschreiben: Wer findet die meisten Rechtschreibfehler. Was halten Sie davon?
18. Februar 2012 um 21:01 Uhr
Wozu gibt es Arbeitgeberbewertungen im Internet, wenn nicht dafür?!
19. Februar 2012 um 11:51 Uhr
Hallo Iggi,
nicht alle Arbeitgeber werden auch in Arbeitgeberbewertungsplattformen bewertet. Außerdem können die Informationen dort zu einseitig bzw. gefälscht sein. Daher ist es immer sinnvoll, auch das eigene psychologische Feingefühl zu schulen und sich nicht (nur) auf die Bewertungen anderer zu verlassen.