Mit über 50 gilt man auf dem Arbeitsmarkt als schwer vermittelbar. Die Arbeitsagentur zahlt sogar Prämien, falls es doch klappt. Aber eigentlich kann man sich, so die landläufige Meinung, jenseits der 50 schon auf Hartz IV einstellen. Um so positiver ist dieses Beispiel.
Nur Mut fassen, aktiv bleiben, sich nicht unterkriegen lassen. Das könnte das Motto der Geschichte sein, die mir kürzlich jemand hier im Viertel erzählte.

Mut zum Neuanfang!
Ursprünglich stammt die heute 58jährige nämlich aus einer Kleinstadt ganz im Westen Deutschlands. Als sie plötzlich arbeitslos wurde, beschloss sie noch einmal ganz neu anzufangen – in Berlin. Grund: Das reiche Kulturangebot bei vergleichsweise günstigen Preisen.
Diesen Mut zu Veränderung hat nicht jeder, vor allem nicht in diesem Alter. Oft verharren Menschen lieber in der unschönen Situation, statt mal etwas Neues zu wagen. Daher mein Respekt vor diesem Mut – der sich übrigens auszahlte:
Ehrenamtliches Engagement und soziale Kontakte
Die Neu-Berlinerin engagierte sich ehrenamtlich, küpfte Kontakte und fand plötzlich einen neuen Job: Zunächst im Vorzimmer einer bekannten Politikerin, dann als Sekretärin einer Organisation. Die Stelle ist unbefristet.
Mag sein, dass da Zufall und Glück eine Rolle spielen: Ich finde jedoch, dass sich hier vor allem der Mut zur Veränderung sowie Aktivität und Kontaktfreude auszahlen. Denn ein Ortswechsel, das weiß ich aus eigener Erfahrung, nötigt einem auch immer ab, sich mit einer neuen Situation auseinanderzusetzen und neue Leute kennenzulern. Dadurch ist man zwangsweise viel kontaktfreudiger und offener, als wenn man immer im gewohnten Trott verharrt. Und dadurch ergeben sich plötzlich viele neue Gelegenheiten, an die man vorher gar nicht gedacht hat.
Eine schöne Geschichte, die zeigt, wie sich der Mut zur Veränderung auszahlen kann.
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