Berufebilder by Simone Janson

Journalist, Bestseller-Autor, Experte für neues Arbeiten am Institut für Kommunikation in sozialen Medien, Gründer von Berufebilder.de.


Existenzgründung » Versicherungen » Inklusive Beispielrechnung:
Wie berechnet sich die Leistung bei der Unfallversicherung genau?

Einige Versicherungen bieten Policen, die besondere Gliedertaxen für bestimmte Berufsgruppen vorsehen. Beispielsweise bekommen Versicherte beim Verlust eines Zeigefingers nur zehnt Prozent der Versicherungssumme.

Absicherung berufswichtiger Körperteile

Für einen Berufsmusiker oder Arzt ist der Verlust des Zeigefingers jedoch weitaus problematischer als für einen Sachbearbeiter. Einige Versicherer bieten daher inzwischen Policen, die für Berufsgruppen wie Ärzte oder Musiker einzelne berufswichtige Körperteile zu besonderen Kondititonen beinhalten.

Bei teilweisem Verlust oder teilweiser Gebrauchsunfähigkeit werden entsprechende Teilsätze anhand der Gliedertaxe ermittelt. Höhere Invaliditätsgrade bis zur Vollinvalidität bei 100 Prozent werden durch die Addition mehrer Behinderungen erreicht – wenn Sie beispielsweise zwei Finger verlieren, verdoppelt sich die Gliedertaxe entsprechend. Die Leistung, die Sie bekommen, berechnet sich wie folgt:

Rechenbeispiel

Angenommen Sie haben eine Unfallversicherung mit einer Versicherungssumme von 100.000 Euro vereinbart und verliert durch einen Unfalls einen Fuß (40 Prozent Gliedertaxe).
40 Prozent von 100.000 Euro = 40.000 Euro
Bleibt infolge des Unfalls zusätzlich ein Arm (70 Prozent) steif, sieht die Rechnung so aus:
40 Prozent + 70 Prozent = 100 Prozent = 100.000 Euro
In diesem Fall bekommen Sie also die Höchstsumme, aber mehr nicht, also keine 110.000 Euro.

Rechenbeispiel für Progression

Wenn Sie hingegen einen Tarif mit einer Progression von 500 Prozent (dazu unten mehr bei den Extras) vereinbart haben, sähe die Rechnung bei hunderprozentiger Invalidität so aus:
100 Prozent = 100.000 Euro
500 Prozent = 500.000 Euro

Anders sieht das jedoch bei einer Invalidität zwischen 25 und 100 Prozent aus: Trotz gleicher Progression können die Leistungen bei zwei Tarifen unterschiedlich sein.

Bei der von der Stiftung Warentest (Stand 0April 2007, Änderungen vorbehalten, (www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/-Unfallversicherung/1536936/1536936/1536155/) mit sehr gut bewerteten Haftpflichtkasse Darmstadt (www.haftpflichtkasse.de) sieht die Rechnung bei Verlust eines Auges (50 Prozent Gliedertaxe) so aus:

50 Prozent Gliedertaxe bei 500 Prozent Progression = 100.000 Euro
In der Regel zahlt die Versicherung Leistungen wegen Invalidität erst zwölf Monate nach dem Unfall. Für diese Zeit können Sie eine zusätzliche Übergangsleistung vereinbaren, etwa einen festen Kapitalbetrag, der bei schweren Verletzungen fällig wird.

Absicherung von Hinterbliebenen

Wenn Sie außerdem Hinterbliebene absichern wollen, sollten Sie einen festen Kapitalbetrag für den Fall des Unfalltodes vereinbaren (Die Leistung wird gezahlt, wenn der Versicherte innerhalb eines Jahres nach dem Unfall an den Unfallfolgen stirbt). Wenn Sie eine Todesfallsumme mitversichern, müssen die Versicherungen bei eindeutiger Invalidität auch Vorauszahlungen leisten.

Einige Versicherungen bieten Policen, die besondere Gliedertaxen für bestimmte Berufsgruppen vorsehen. Beispielsweise bekommen Versicherte beim Verlust eines Zeigefingers nur zehnt Prozent der Versicherungssumme.

Absicherung berufswichtiger Körperteile

Für einen Berufsmusiker oder Arzt ist der Verlust des Zeigefingers jedoch weitaus problematischer als für einen Sachbearbeiter. Einige Versicherer bieten daher inzwischen Policen, die für Berufsgruppen wie Ärzte oder Musiker einzelne berufswichtige Körperteile zu besonderen Kondititonen beinhalten.

Bei teilweisem Verlust oder teilweiser Gebrauchsunfähigkeit werden entsprechende Teilsätze anhand der Gliedertaxe ermittelt. Höhere Invaliditätsgrade bis zur Vollinvalidität bei 100 Prozent werden durch die Addition mehrer Behinderungen erreicht – wenn Sie beispielsweise zwei Finger verlieren, verdoppelt sich die Gliedertaxe entsprechend. Die Leistung, die Sie bekommen, berechnet sich wie folgt:

Rechenbeispiel

Angenommen Sie haben eine Unfallversicherung mit einer Versicherungssumme von 100.000 Euro vereinbart und verliert durch einen Unfalls einen Fuß (40 Prozent Gliedertaxe).
40 Prozent von 100.000 Euro = 40.000 Euro
Bleibt infolge des Unfalls zusätzlich ein Arm (70 Prozent) steif, sieht die Rechnung so aus:
40 Prozent + 70 Prozent = 100 Prozent = 100.000 Euro
In diesem Fall bekommen Sie also die Höchstsumme, aber mehr nicht, also keine 110.000 Euro.

Rechenbeispiel für Progression

Wenn Sie hingegen einen Tarif mit einer Progression von 500 Prozent (dazu unten mehr bei den Extras) vereinbart haben, sähe die Rechnung bei hunderprozentiger Invalidität so aus:
100 Prozent = 100.000 Euro
500 Prozent = 500.000 Euro

Anders sieht das jedoch bei einer Invalidität zwischen 25 und 100 Prozent aus: Trotz gleicher Progression können die Leistungen bei zwei Tarifen unterschiedlich sein.

Bei der von der Stiftung Warentest (Stand 0April 2007, Änderungen vorbehalten, (www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/-Unfallversicherung/1536936/1536936/1536155/) mit sehr gut bewerteten Haftpflichtkasse Darmstadt (www.haftpflichtkasse.de) sieht die Rechnung bei Verlust eines Auges (50 Prozent Gliedertaxe) so aus:

50 Prozent Gliedertaxe bei 500 Prozent Progression = 100.000 Euro
In der Regel zahlt die Versicherung Leistungen wegen Invalidität erst zwölf Monate nach dem Unfall. Für diese Zeit können Sie eine zusätzliche Übergangsleistung vereinbaren, etwa einen festen Kapitalbetrag, der bei schweren Verletzungen fällig wird.

Absicherung von Hinterbliebenen

Wenn Sie außerdem Hinterbliebene absichern wollen, sollten Sie einen festen Kapitalbetrag für den Fall des Unfalltodes vereinbaren (Die Leistung wird gezahlt, wenn der Versicherte innerhalb eines Jahres nach dem Unfall an den Unfallfolgen stirbt). Wenn Sie eine Todesfallsumme mitversichern, müssen die Versicherungen bei eindeutiger Invalidität auch Vorauszahlungen leisten.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a.für ZEIT-ONLINE, Süddeutsche oder Financial Times) und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel.

Alle 1903 Beiträge von Simone Janson ansehen
Website: http://www.simone-janson.de

4 Kommentare

  1. Nur eine Leistungsstarke Unfallversicherung ist eine gute Versicherung. Bin auf der Suche nach meiner Unfallversicherung auf viele faule Eier gestossen. Man sollte zwar bei allen Versicherungen nicht nur die Höhe der beiträge, sondern auch die Leistunegn vergleichen, aber bei der Unfallversicherung sollte man die Leistungen noch intensiver unetr die Lupe nehmen.

  2. Vielen Dank für diese Infos, hat mir bei der Suche nach einer guten Unfallversicherung sehr geholfen!!!!

  3. Simone Janson

    Hallo Jens, freue mich, wenn ich weiterhelfen konnte.
    Den ganzen Text gibt es auch noch hier als E-Book kostenlos zum Download.
    bookboon.com/de/studium/karriere/berufsunfahigkeits-und-unfallversicherungen

    Simone Janson

1 Tweets & Pings

  1. Pingback: Simone Janson

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*


Außerdem möglich: Kommentare als RSS abonnieren.

Kommentar schöner machen:

Laden Sie Ihr eigenes Bild bei Gravatar hoch, das statt des Standardbildes angezeigt wird. Die E-Mail-Adresse muss übereinstimmen! Fügen Sie HTML-Tags ein. Möglich sind: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>