Berufebilder by Simone Janson

Journalist, Bestseller-Autor, Experte für neues Arbeiten am Institut für Kommunikation in sozialen Medien, Gründer von Berufebilder.de.


Bildung & Lernen » Hochschule & Studium » Serie – Kriterien für die Studienwahl:
Wenn plötzlich alles zu viel wird

Jeder der eine Ausbildung oder Studium beginnt kennt die Phase der eigentlichen Auswahl. Da liegen Bücher vor einem, man beschäftigt sich mit den potentiellen Studieninhalten, und überlegt wo dann die „größte Rendite“ abfällt. Am Ende ist es meistens ein Fach das dem „Schweinezyklus“ unterliegt. Der Kopf hat gewonnen.
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Grund für solche Kopfentscheidungen: Ein Studium ist eine Investition, die eben irgendwann einen „ROI“ abwerfen muss – so die landläufige Meinung, die aber heute scheinbar weniger und weniger realistisch erscheint.

Zweifel aus dem Unterbewusstsein

Während also nun der fertige Student so seine Überstunden „schrubbt, sich vielleicht in fremden Hotelzimmern auf Dienstreisen Todmüde in das Bett fallen lässt, da kommt im Unterbewusstsein vielleicht der Zweifel, ob das alles so richtig ist was man da so tut.

Es ist nichts Konkretes. Schnell wird der Zweifel beiseite gewischt unter Hinweis auf das gute Gehalt, die gute Position, das „ansehen“. Aber je länger das Todmüde sein anhält und zu einem Dauerzustand wird, und irgendwann auch nicht mehr die Belohnungen mehr fließen wie gewohnt, werden die Zweifel doch größer.

Die potentielle Abwärtsspirale

Es beginnt die potentielle Abwärtsspirale in psychologischer und sonstiger gesundheitlicher Hinsicht. Das Gehirn beginnt sich selbständig zu machen, und da wo man schlafen möchte bohrt sich der Gedanke im Kopf fest: Es passt etwas nicht.

Je mehr die rationale Seite sagt „Ist doch alles super, und wenn DU morgen noch dies, jenes, und welches erledigst dann kommt auch die nächste Belohnung im Job“ desto weniger Chancen bestehen einer persönlichen „Echt-Grenzerfahrung“ zu entgehen.

The Shinning Happy Person

Doch der Körper und die Seele haben oft zu diesem Zeitpunkt bereits umgestellt auf das „Notfall-Programm, und vieles wird schwerer. So fängt das Zipperlein eines „nervösen Magen“ an, und je nach Fortdauer des Zustandes der inneren Unzufriedenheit und fortgesetzten Stresses der nicht durch Ruhepausen abgebaut werden kann, beginnt eine Entwicklung in der nach außen die „Shining Happy Person“ repräsentiert wird.

Unkonzentriertheit, Fahrigkeit, Launigkeit und was noch so als negative Wirkungen von Dauerstress auf Listen stehen kann sich breit machen. Im inneren wird der eigentliche Kern des Betroffenen immer kleiner; im wahrsten Sinne des Wortes verkümmert der Mensch.

Burnout & Herzinfarkt im Ohr

Irgendwann ist dieser Kern so klein, dass es zu einem gesundheitlichen Knall kommt. Meistens kommt der eher laut und dann sehr vernehmlich, so dass der/die Betroffene zum echten inne halten gezwungen wird.

Der Knall kann sein, das aktuell überall thematisierte Burnout, das kann die weniger prominente Depression sein, der bekannte Tinitus, der Herzinfarkt im Ohr namens Hörsturz, aber auch Herzkreislaufbeschwerden und sonstige Krankheiten die die moderne Medizin eindeutig auf Stress zurück führen kann.

Dr. Oliver Krone
Autor: Dr. Oliver Krone

Dr. Oliver Krone ist seit rund 20 Jahren an der Schnittstellen zwischen Natur-/Ingenieur- und Sozial-/Humanwissenschaften tätig. Durch ein MBA (International Business Management, Hochschule Furtwangen) hat er sein persönliches Steckenpferd der Wissensintegration entwickelt und baut es seit dem operativ und theoretisch aus. Die Anwendungsorientierte-Theorie hat er sich durch eine Promotion an der Universität Lappland/Finnland über drei Jahre erarbeitet. Von dort hat er sich in das weite Feld des „empirischen Sprachrelativismus“ hineingewagt und interessiert sich dabei vor allem die Frage nach dem Einfluß von Sprache auf das Denken des Einzelnen in Projekten und sozialen Beziehungen. Oliver Krone hat bisher hauptsächlich in Englischsprachigen Fachzeitungen und Büchern publiziert, oder auf englischsprachigen Konferenzen vorgetragen. Zu seinen Veröffentlichungen gehört u.a. Norms and Knowledge Sharing – Problems of multidisplinary project cooperation (Anale Universit II Bucuresti 2008), Wissensintegration zur Vorbereitung einer interdisziplinären Kooperation (München 2008), The Interaction of Organisational Structure and Humans in Knowledge Integration (University of Lapland Press Rovaniemi 2007) und Knowledge Integration for Enterprise Resources Planning Application Design Knowledge and Process Management. (zusammen mit J.Stenvall und A. Syväjärvi, 2009, 1, 1-12).

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Website: http://www.brainguide.de/oliver-krone

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