Viele träumen von einem Studium, das in erster Linie den persönlichen Neigungen und Fähigkeiten entsprechen soll. Die sichere Existenz und die Höhe des Einkommens sind zunüchst zweitrangig. Sind Geistes- und Kulturwissenschaften die richtige Wahl?
Ob das Wunschstudium dann später einen erfolgreichen Berufseinstieg und die Basis für eine sichere berufliche Existenz verspricht, ist zunächst zweitrangig. Persönlicher Freiraum ist wichtiger als Sicherheit und eine starke Identifikation mit dem Fach wichtiger als ein hohes Einkommen. Insbesondere den Studiengängen in den Bereichen Kunst-, Geistes- und Sozialwissenschaften haftet das Image einer brotlosen Kunst an, die fast zwangsläufig in unsichere, schlecht bezahlte und oft nur befristete Jobs münde.
Wer trotz der üblichen Ratschläge und Warnungen (“Kind, studier doch was Gescheites”) ein Studium in diesen Bereichen beginnt, begibt sich jedoch nicht zwangsläufig auf eine Einbahnstraße: Manche schaffen es trotz aller widrigen Umstände, von ihrem Traumberuf zu leben. Andere suchen und finden frühzeitig Alternativen in verwandten Tätigkeitsbereichen. Und wieder andere entdecken auf Umwegen ganz neue Berufsmöglichkeiten, weitab von den ursprünglich geplanten.
Wirklich einfach ist die Jobsuche für keinen, der in diesen Bereichen arbeiten will. Nicht selten fehlt zudem ein realistisches Bild des Arbeitsmarktes und die Kenntnis, worauf es beim Berufseinstieg ankommt. Welche Erwartungen sind realistisch, welche können nur scheitern, und was kann man dafür tun, damit der Traum vom Job nicht zwangsläufig eine brotlose Kunst wird?
In meinem Artikel auf Studien- und Berufswahl berichten Carola Rümperer, Johannes Lenz und Nadine Chmura, wie sie trotz der scheinbar schwierigen Ausgangslage dennoch den Berufseinstieg erfolgreich gemeistert haben.