Unter den Fächern, die die Potsdamer Arbeitsstelle Kleine Fächer verzeichnet, sind die Geisteswissenschaften die größte Gruppe. Und das sind auch diejenige mit den größten Problemen, nach dem Studium einen Job zu finden.
Nur wenige Stellen
Denn auch wenn sich nur vergleichsweise wenige Geisteswissenschaftler für ein Orchideenfach entscheiden, sind es dennoch zu viele für die wenigen Stellen an Hochschulen, Museen und Kultureinrichtungen.
In der freien Wirtschaft muss man aber erstmal erklären, was man eigentlich studiert hat: Denn welches Unternehmen sucht schon verzweifelt die ausgewiesene Expertin in Komparatistik oder Religionswissenschaften?
Erklärungsbedarf in der freien Wirtschaft
Auch wenn viele Unternehmen gerne vollmundig damit werben, offen für kreative Quereinsteiger zu sein: In der Praxis kauft niemand gerne ein, was er nicht kennt. Außerdem hat man in Deutschland einfach das zu machen, was man mal gelernt hat und nicht plötzlich irgendetwas anderes!
Die Exoten passen daher oft nicht in das Denkschema der meisten Arbeitgeber und werden entsprechend misstrauisch beäugt.
Der Artikel erschien unter: www.rp-online.de/public/article/beruf/arbeitswelt/774549/Trotz-Orchideenfach-zum-Job.html

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