Simone Janson, Journalist: Jobsuche, Bildung, Existenzgründung, Social-Media

Das führende Blog für Beruf & Bildung, Teil von Business & More mit 14 Mio Visits/Monat (IVW). Journalist, Bestseller-Autor. → Alle Infos zu meiner Arbeit!.


Bildung & Lernen » Absolventen & Praktika » Arbeitsmarkt für Geisteswissenschaftler:
Orchideen auf Jobsuche Teil 2

Der Teil meiner kleinen Reihe zu den Orchideenfächern auf Jobsuche: Professer Martha Meyer-Althoff macht Geisteswissenschaftlern Mut. Doch die eigenen Professoren sind zu pessimistisch.

Doch auch wenn die Lage schwierig ist, aussichtslos ist sie auf keinen Fall: Schon 2004 plädierte die Hamburger Professorin Dr. Martha Meyer-Althoff in einem Interview auf Spiegel Online dafür, endlich mit dem kollektiven Jammern über die schlechten Jobaussichten aufzuhören und konstruktive Lösungsansätze aufzuzeigen.

Pessimismus der Professoren

Damit meinte sie übrigens explizit ihre Kollegen an den Hochschulen, die ihr Orchideenstudenten auch gerne mal mit den Worten begrüßen: “Was wollen Sie denn hier – Sie werden doch eh alle arbeitslos!” Doch solche Minderwertigkeitskomplexen bringen nicht weiter, im Gegenteil: Meyer-Althof Empfehlung an die Absolventen lautete auch, sich klar zu machen, welche berufsrelevanten Fähigkeiten man in seinem Studium erwirbt – diese dann bei der Jobsuche selbstbewusst zu verkaufen.

Dass das eine ganze Menge ist, weiß auch Dr. Monika Wulf-Mathies, die als Historikerin im Kanzleramt, bei der ÖTV und der DHL Karriere machte: “Grundsätzlich vermittelt jedes Studium Schlüssel- und Basiskompetenzen, die einem ermöglichen, Sachverhalte zu strukturieren, sich neue Themen systematisch zu erarbeiten und sein Wissen auf unterschiedlichen Gebieten anzuwenden. Geisteswissenschaftler entwickeln darüber hinaus wichtige Kompetenzen, von der Sprache über die Kultur, die Gesellschaft und das Leben im Allgemeinen bis hin zu einer guten Schreibe und einer Sensibilität für SoftSkills, die für viele Tätigkeiten nützlich sind.”

Viele können mehr, als sie glauben

Tatsache ist: Viele Exoten können mehr, als sie glauben – das zeigen die vielen Beispiele von erfolgreichen Absolventen, die man in der Datenbank beruf-suchen.de nach Fächern sortiert findet: Etwa Juliane Meyer, die es mit dem Studium von Komparatistik und Buchwissenschaften in das Lektorat eines Wirtschaftsverlages geschafft hatte. Oder Stefan Zeilinger, der der als Technik- und Wissenschaftshistoriker nicht im technischen Museum, sondern als Patentreferent in einer Anwaltskanzlei landete.

Simone Janson

Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a. für ZEIT-ONLINE, imgriff.com, changeX), Bestseller-Autorin ("Die 110%-Lüge", "Nackt im Netz") und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Beruf & Bildung, mit mehr als 50 Autoren Teil des 11-Millionen-starken Netzwerks Business & More.

Alle 1825 Beiträge von Simone Janson ansehen

Website: http://www.simone-janson.de

2 Tweets & Pings

  1. Pingback: Marcus Knecht

  2. Pingback: Alma Mater

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*


Außerdem möglich: Kommentare als RSS abonnieren.

Kommentar schöner machen:

Laden Sie Ihr eigenes Bild bei Gravatar hoch, das statt des Standardbildes angezeigt wird. Die E-Mail-Adresse muss übereinstimmen! Fügen Sie HTML-Tags ein. Möglich sind: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>